Achtung, die Hetzer sind wieder unterwegs:



Hier den ganzen Artikel nachlesen
(Dank dem Spiegel für die großzügige Bereitstellung seiner dunklen Vergangenheit!)

Das muss man sich vorstellen: Das Anwerbeabkommen mit der Türkei wurde 1961 abgeschlossen. In 12 Jahren waren also "fast" eine Million Türken angekommen, macht vielleicht 80 Tausend pro Jahr. Alle waren geregelt mit Bussen, Zügen und bezahlten Fahrkarten gekommen und hatten schon vorher einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Später haben sie ihre Familie nachgeholt. Die Familien sind in dieser knappen Million bereits mitgezählt. Wie hat das Land das nur überlebt? Man sieht an diesen Zahlen und diesem SPIEGEL-Hetzartikel, dass sich ein wenig Optimismus gegenüber Einwanderern meist lohnt (auch wenn es dieses Mal sehr schwer fällt)

In diesem Sinne lohnt es sich auch, nochmals genau in diesen Artikel von 1973 hineinzulesen:
"Offizieller Zuzug, illegaler Zustrom und natürlicher Zuwachs haben Kreuzbergs Türken-Kolonie innerhalb der letzten zwölf Monate um eine ganze Brigade (4000) verstärkt."

Man beachte die militärische Sprache: eine ganze Brigade! Die meisten (aber nicht alle) PEGIDA-Anhänger im Jahre 2015 argumentieren keineswegs härter und hetzerischer als das, sondern gemäßigter. Die in Kreuzberg geborenen Kinder wurden zur Invasionsbrigade dazugerechnet, vom Spiegel!
Und überhaupt die Zahlen: 4000 sind 1973 in einem Jahr in das einwohnerstarke Kreuzberg gezogen. Heute kommen ca. 10000 Flüchtlinge ohne alles, ohne Arbeitsvertrag, viele ohne Papiere täglich in Bayern an. Dörfer mit 400 Einwohnern müssen in kürzester Zeit Flüchtlingslager im Nirgendwo mit Hunderten Personen zusammengewürfelt aus Dutzenden Ländern hinnehmen.

Könnten der Spiegel & CO bitte ein wenig mehr Verständnis dafür aufbringen, dass die Leute Angst haben, Angst nicht nur vor den vielen ihnen völlig fremden Menschen, sondern Angst auch vor ihrer eigenen Überforderung?
Könnten die Medien ein wenig die Hetze herunterfahren gegen alle, die nur ihre Meinung kundtun, dass das vielleicht nicht zu schaffen sein könnte?

Fazit:
Hetzen gegen Türken 1973, Hetzen gegen Deutsche 2015: Der Spiegel ist und bleibt ein furchtbares Hetzblatt, das man nicht lesen sollte! Früher war er die BILD-Zeitung für Intellektuelle. Heute wird er nicht einmal mehr diesem bescheidenen Anspruch gerecht: Ein Sturmgeschütz der bösartigen, menschenfeindlichen Idiotie.
Niemand bezweifelt, dass es auch böse Rechte gibt, die pauschal gegen jeden einzelnen Flüchtlinge hetzen und nicht nur protestieren gegen die irregeleitete Willkommenspolitik mit Masseneinwanderung in genau zwei Länder Europas. Aber das eine kann nicht gegen das andere aufgerechnet werden: two wrongs don't make a right.

Hier lesen, wie es mit türkischen Gastarbeitern im Jahr 1973 in Deutschland wirklich war.

Beispiel 2: Die Gefahr durch islamistischen Terror



Das war Ende Juli 2015:
Bürger sollen der Ausweitung ihrer Überwachung zustimmen, weil die Gefahr durch islamistischen Terror so riesig ist
.
Und 3 Monate später dann die Entwarnung durch den Chefreporter persönlich:



Scharfmacher schüren also die Angst. Meint der Chefreporter damit etwa den Bundesinnenminister?
Hunderttausende unregistrierte syrische Männer sind also gar keine Gefahr, obwohl doch Syrien die Heimat des IS sein soll. Desselben IS, der damit gedroht haben soll, den Terror nach Europa zu tragen.

Das Problem: Ich habe keine Ahnung, wie groß die Terrorgefahr durch Islamisten tatsächlich ist. Ich kenne den Terror ja nur aus Medien wie diesem Terror-Spiegel. Geht es Ihnen etwa anders?
Trotzdem kann ich aus diesen beiden Artikeln folgern, dass ich belogen werde: entweder hat der Innenminister im Juli gelogen und der Spiegel hat ihm dabei geholfen oder der Spiegel lügt mir jetzt frech ins Gesicht, weil die Bundesregierung inzwischen ihre Prioritäten um 180 Grad gedreht hat. Die Sicherheit der Bürger in Deutschland hat vermutlich weder Ende Juli noch Anfang November im Mittelpunkt ihres Interesses gestanden.

Für alle die glauben, dass der Chefreporter Diehl nicht den Auftrag hat, das zu berichten, was seine Chefs in der Politik lesen wollen, hier eine kleine Liste seiner Artikel zu islamistischem Terror aus dem ersten Halbjahr 2015:

Warum sollte der (nach Diehl) so schrecklich gefährliche "Islamische Staat" mit seinen zahlreichen Unterstützern aus Deutschland und dem Willen, den Terror nach Deutschland zu tragen, darauf verzichten, Kämpfer als Flüchtlinge einzuschleusen?

Urteilen Sie selbst:
Regelt der Chefreporter Diehl die Terrorangst einmal nach oben und einmal nach unten, wie es ihm bzw. seinen Chefs gerade gefällt?

Oder macht er etwa nach bestem Wissen und Gewissen eine journalistische Arbeit, auf die sich der Leser verlassen sollte?

Beispiel 3: Die KZ-Rede des dauerpöbelnden Akif Pirinci

Keine Details von mir dazu, sondern von Stefan Niggemeier. Sehr akkurat herausgearbeitet.